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Nesquiria
Die Stadt in Stichpunkten
Der Hafen
Der Nesquir, ein schlammiger Fluß, der an seiner Mündung etwa 20 Schritt
Breite hat, ergießt sich direkt in ein natürliches Becken, das vor der
Meeresbrandung durch zwei vorgelagerte Felsen geschützt ist. Der linke
dieser Felsen wird von einer kleinen Festung gekrönt, der rechte von einem
Leuchtturm. Durch diese Anordnung ist das Becken ist nicht nur ein idealer
Hafen, sondern bietet der Stadt auch eine recht geschützte Position, da
jeder Angreifer aufgrund weiterer kleiner Felsen vor dem Hafen langsam
fahren muß und in dieser Zeit den Böcken im Fort schutzlos ausgeliefert
ist.
Der Hafen ist eine großzügige Anlage, die bis zu acht großen Schiffen
gleichzeitig Platz bietet. Direkt am Hafen befinden sich drei große
Lagerhäuser, die alle dem Kontor gehören. Zur Rechten befindet sich die
Werft von Jassandra und zur Linken, auf der anderen Seite der Flußmündung,
die Häuser und Schiffe der Fischer, die nachts herausfahren und tagsüber
ihre Netze flickend in der Sonne sitzen. Liegegebühren und Hafenzölle haben
verschiedenen Preisklassen: "einheimische" Schiffe (also solche, die bei
einem Teilhaber des Kontors unter Vertrag sind) zahlen einen bis zwei
Dukaten Liegegebühr pro Tag, fremde Schiffe mindestens das Dreifache.
Ähnliches gilt für die Zölle.
Im Hafen liegen stets vor Anker: das Kriegsschiff der Expeditionsflotte
(Potte "Horasdor"), ein bis bis Terdilion-Handelsschiffe, einige
Fischerpötte und bis zu zwei Besucher (meist fremde Händler, aber auch
Piraten, Freibeuter oder andere).
Die Hafenfestung "Fort Odilon" ist aus Quadersteinen erbaut und gut
befestigt. Zweimal vier Böcke können den Hafeneingang bestreichen
(Entfernungsklassen: fmfmmf), allerdings ist die Mannschaft nicht gerade für
ihre Präzision berühmt und zudem ist die Munition mehr als knapp - eine
Folge der Politik der Admiralin di Cravazza-Terdilion. Die Bombardisten
werden von Korporalya Marika befehligt, während Turman Gerber, der Obrist
der Stadtgarde, offizieller Kommandant der Festung ist, allerdings so gut
wie nie dort zu finden ist. Da jeder Bock von acht Personen bedient werden
muß, es aber nur etwa ein Dutzend Richtschützen gibt, werden im Notfall eine
Menge ungelernter Hilfskräfte benötigt (ca. 50: pro Bock insg. acht
Personen). Ähnlich sieht die Lage bei der Potte "Horasdor" aus, die nur von
einer Rumpfbesatzung in Stand gehalten wird, aber nur noch selten ausläuft.
Im Ernstfall würde noch etwa ein Dutzend gerade greifbarer Matrosen für die
Bedienung der Segel gebraucht. An Stelle von Seesöldnern würden
Stadtgardisten an Bord genommen. Allerdings ist in der nesquirischen
Geschichte noch kein Überfall vorgekommen, dafür war die Kolonie bisher zu
unbedeutend.
Das Kontor
Nesquiria wurde mit Staatsgeldern, aber auch mit enormen Zuwendungen der
Handelshäuser Terdilion, Darando und Ardenbrauer aufgebaut. Diese drei
(mittlerweile vier) Handelshäuser unterhalten gemeinsam, das heißt mit
einer festgelegten prozentualen Beteiligung, die "Colonial-
Seehandelscompagnie Terdilion, Darando, Ardenbrauer & Ardenbrauer", welche
das vollständige Monopol auf alle umgeschlagenen Waren in der Stadt hat und
von allen Nesquiriern schlicht "das Kontor" genannt wird.
Das Haus Terdilion besitzt naturgemäß den größten Anteil, nämlich 55%.
Atmanor Lugarno-Porabilis, ein seiner Vorgesetzten loyaler und erfahrener
Mann, ist der Leiter desselben und gleichzeitig auch Director des gesamten
Kontors in Fragen, die mehr als einen Teilhaber betreffen. Darunter fällt
zum Beispiel die Höhe der Hafenzölle, die vom Gouverneur festgelegt werden.
Atmanors Einfluß auf den Grafen ist enorm, über drei Viertel der Packer und
Schreiber Nesquirias arbeiten ausschließlich bei ihm und im Moment schlägt
er beinahe alle Waren, die über das Kontor gehen, für sein Handelshaus um.
Das Haus Darando besitzt nur 15% des Kontors und das auch nur auf dem
Pergament. Eibir Darando ist als Händler denkbar ungeeignet, da er das Geld
des Kontors lieber versäuft oder im Bordell durchbringt. Zwar kam seit
Jahren kein Schiff mehr nach Nesquiria, um mit Darando handelseinig zu
werden, dennoch schickt er jeden Mond eine Depesche ins Liebliche Feld, in
der er über die angebliche Verluste klagt, die ihm Lugarno-Porabilis'
Geschäftsmethoden bereiten und die ihm keine Gewinne ermöglichen. Bisher
hat das Haus Darando andere Sorgen als einen Buchprüfer in eine abgelegene
Kolonie zu schicken, um all das zu überprüfen...
Die restlichen 30% gehören dem Haus Ardenbrauer. Dabei handelt es sich um
ein almadanisches Handelshaus aus Punin, dessen Besitzer Rubinio
Ardenbrauer sein gesamtes Vermögen in die Kolonie investierte und sich
damit langfristig eine enorme Expansion versprach. Unglücklicherweise erlag
er einem Leiden, bevor er die Geschäfte in Nesquiria aufnehmen konnte und
so vermachte er seinen Anteil am Kontor seinen Söhnen Liemon und Alonso.
Doch diese konnten sich nicht einigen, wer die Führung des Handelshauses
übernehmen sollte und als rechte Almadaner gerieten sie in einen solchen
Streit, daß sie sich überwarfen und nun beide auf eigene Faust versuchen,
mit ihren jeweiligen 15% den anderen auszubooten oder zu überflügeln.
Durch diese Situation ist Atmanor Lugarno-Porabilis quasi der alleinige
Profiteur sämtlichen Handels und jegliche Einschränkung seiner derzeitigen
Machtposition versucht er mit aller Macht zu verhindern.
Am Hafen gibt es drei durchschnittlich bewachte Lagerhäuser, die jeweils
etwa 1500 Quader Waren fassen können. Im ersten werden Lebensmittel und
Tuche gelagert, im zweiten Gewürze und Rum, während das dritte Edelholz und
Elfenbein vornehalten ist. In diesem Lagerhaus befindet sich auch in einem
Anbau das Büro von Atmanor Lugarno-Porabilis.
Die Gouverneursresidenz
Der Gouverneur von Nesquiria, Graf Roaldo von Sentisbrück, bewohnt ein
weitläufiges blütenweißes Stadthaus am Marktplatz. Die Residenz, die man
auch guten Gewissens als "Palast" bezeichnen kann, wenn man nicht gerade
aus Vinsalt stammt, besteht aus einem Haupttrakt und zwei Seitenflügel, die
einen liebevoll gestalteten Garten umrahmen. Das gesamte Grundstück ist von
einer eineinhalb Schritt großen Hecke umschlossen. Bei Tag und Nacht gehen
zwei Gardisten mit Hunden das Gelände ab, um eventuelle Einbrecher
abzuschrecken.
Die meisten Besucher der Residenz bekommen nur den dreigeschossigen
Haupttrakt zu sehen. Hier befinden sich ein größerer und zwei kleinere
Festsäle, die man zu einem großen Ballsaal verbinden kann, was etwa dreimal
im Jahr geschieht. Ebenfalls in diesem Teil des Gebäudes befinden sich
Empfangs- und Wartesalons sowie die Arbeitsräume für die Bediensteten und
Schreiber des Gouverneurs.
Im oberen Geschoß des Nordflügels liegen die Privatgemächer des Gouverneurs
und seiner Familie. Baron Rudegar von Hochberg und die Gästezimmer für
hochrangige Besucher des Gouverneurs befinden sich im Parterre. Der
Südflügel wird von der Dienerschaft bewohnt, es gibt hier Wirtschaftsräume
und zwei Küchen sowie diverse Lagerräume, die meist mit Weinfässern belegt
sind.
Der Garten besteht aus kreisförmig um einen malerischen Teich angeordneten
Reihen von Hecken, durch die sich sorgfältig gerechte Kieswege schlängeln,
die zum Lustwandeln einladen und hier und da mit Bänken oder Lauben
aufwarten können. Zedern, Arangenbäumen und einheimische Palmenarten spenden
Schatten und dienen verschiedenen Vogelarten als Brutplatz, so daß der
Garten stets von Vogelgesängen erfüllt ist, die sich mit dem leisen
Plätschern des künstlichen Baches mischen, der den Teich speist und die
Pflanzen vor dem Verdörren bewahrt.
Im hinteren Teil des Gartens befinden sich zwei weitere Gebäude. Es handelt
sich um einen Stall, in dem zur Zeit nur sieben Pferde sind, da Graf Roaldo
finanziell ein wenig strapaziert ist, sowie einen Schuppen, in dem allerlei
Gerätschaften zur Gartenarbeit aufbewahrt werden.
Gardisten und Söldner
Die 10 Mann der Gouverneursgarde nehmen repräsentative Aufgaben wahr und
beschützen den Gouverneur und die Residenz. Es handelt sich um erfahrene
Leute, von denen nicht wenige in der Horaslegion kämpften. Ihr Hauptmann ist
Baron Rudegar von Hochberg, seine Adjutantin ist Weibelin Fiorella ya
Lupinez.
Die Stadtgarde wird gegenüber der Gouverneursgarde eher wie ein Stiefkind
behandelt. Die Stadtgardisten unter der Führung von Hauptmann Turman Gerber
und Weibel Ramingez ist nicht nur deutlich schlechter gerüstet und
bewaffnet, sondern bekommt auch alle Aufgaben zugeteilt, die Rudegar von
Hochberg seinen Gouverneursgardisten nicht zumuten möchte. Da er trotz des
gleichen militärischen Ranges Turman Gerber höhergestellt ist, erfüllt die
Stadtgarde hauptsächlich Büttelaufgaben oder schiebt auf der Hafenfestung
Wache. Die Stimmung zwischen den beiden Garden ist nicht besonders gut, und
besonders die beiden Hauptmänner könen sich nicht ausstehen.
Die Bombardisten halten sich aus diesen Streitigkeiten eher heraus; sie
befinden sich ohnehin ausschließlich auf der Festung. Kommandantin der
Bombardistin ist Korporalya Makira, allerdings stehen sowohl Turman Gerber
als auch Rudegar von Hochberg militärisch über ihr. Ihr Hauptanliegen ist
es, die katastrophal geringen Munitionsvorräte aufzustocken und ihre
Forderung nach mehr Männern beim Gouverneur durchzusetzen.
Aufgrund der abweisenden Haltung der Admiralin di Cravazza-Terdilion gegen
alles, was irgendwie Fiaga ya Terdilion zum Vorteil gereichen kann, besteht
die in Nesquiria stationierte Flotte aus sage und schreibe einem Schiff:
die altersschwache Potte "Horasdor", deren Bewaffnung aus einer
mittelschweren Rotze besteht und die im Notfall von den in der Stadt
verfügbaren Seeleuten und der Stadtgarde bemannt wird.
Weiterhin befinden sich noch bis zu 20 Seesöldner des Kontors bzw.
unabhängiger Händler in Nesquiria, die aber nur zum Schutz der Kaufleute und
ihrer Waren aktiv werden.
Nesquirias Tempel
Der Tempel des Meeresgottes Efferd befindet sich bei den Fischerhütten auf
der Nordseite des Nesquir. Trotz Nesquirias Abhängigkeit vom Meer ist der
Tempel immer knapp an Finanzmitteln und hat wenig Einfluß. Ersteres ist auch
dadurch bedingt, dass ein Teil der Spenden an den Grafen zur Erhaltung des
Hafens abgetreten werden müssen. Daneben hat aber die Hohepriesterin
Delphinia auch wenig Kontakt zur Bruderschaft von Wind und Wogen. Ob es
dafür einen besonderen Grund gibt, hat Delphinia bisher niemandem erzählt -
genauso wenig, wie jemand etwas von ihrem Leben vor ihrem unvermittelten
Auftauchen in Nesquiria weiß...
Der Tempel ist ein einfach gehaltenes Gebäude, in dessen Innerem immer eine
angenehme Kühle und Feuchtigkeit herrscht. Prunkstück ist eine Delphinstatue
aus weißem Marmor, deren Augen dem Betrachter überallhin zu folgen scheinen.
Zudem entspringt ein nie versiegender Bach im Innern des Tempels, der vor
dem Altar ohne erkennbare Quelle beginnt und sich munter plätschernd seinen
Weg durch die Tempelhalle bahnt. Sein Bett hat er zum Teil auf natürlichem
Weg in Boden des Tempels gegraben, zum Teil wird er durch mit heiligen
Symbolen verzierte Steine und Planken gelenkt. Das Wasser ist äußerst rein
und von erfrischendem Geschmack.
In einen Nebenraum des Efferdtempels befinden sich die Efferdbrüder. Um
genau zu sein, handelt es sich um nur einen Efferdbruder, einen alten
Seebären, der seine Arbeit gewissenhaft und genau erledigt, wenn er nicht im
"Starken Seegang" zu finden ist. Er hat eine Art Pinnwand eingerichtet, auf
der man Nachrichten an Seefahrer richten kann, die Nesquiria nur selten
anfahren und er ist einem auch gerne behilflich, wenn man nicht lesen oder
schreiben kann...
Auch der Phextempel erfreut sich häufiger Besuche. Meist sind es Händler,
die nicht nur auf Efferds Gnade hoffen, sondern auch mit dem Listigen einen
Handel schließen wollen. Der in die Jahre gekommene Geweihte Vandion ist ein
eher ruhiger Charakter, dessen Hauptaugenmerk nicht mehr auf einem prall
gefüllten Säckel, sondern eher auf einem ebensolchen Bäuchlein liegt.
Der "Tempel der sicheren Zuflucht" ist der Travia geweiht. Vater Herdfried
will die lasterhaften Menschen bekehren, von denen es seiner Meinung nach in
Nesquiria viel zu viele gibt. Leider sind seine Bemühungen nicht von Erfolg
gekrönt, so daß er sich darauf beschränkt, den Ärmsten der Stadt ein freies
Mahl zu bereiten und wengstens ihnen anschließend Travias Wort
näherzubringen.
Die Werft
Nesquiria's Werft gehört einer Frau namens Jassandra. Sie schafft es seit
vier Jahren erstaunlich erfolgreich, sich dem Druck des Gouverneurs auf der
einen Seite und dem von Atmanor Lugarno-Porabilis auf der anderen Seite zu
entziehen. Immer wieder versuchen beide, sie finanziell abhängig zu machen
oder gleich die Werft zu kaufen, denn Graf Roaldo hofft, mit dem Besitz der
Werft ein Druckmittel gegen Atmanor zu haben, wenn dieser versuchen sollte,
ihn durch erhöhte Preise oder ähnliches zu erpressen (denn der Gouverneur
kauft sämtliche Vorräte und Güter bei ihm), während Atmanor plant, nur noch
seine eigenen Schiffe zu reparieren, sobald die Werft ihm gehört, um die
anderen Teilhaber des Kontors damit zugrunde zu richten.
Die Werft besteht aus einem großen überdachten Becken, daß bis zur Größe
einer kleinen Karracke jedes Schiff aufnimmt - allerdings nur eins
gleichzeitig. Um das Becken herum sind Gerüste, Kräne und Stapel mit Holz,
Seilen und Werkzeugen gruppiert. Ihre Preise sind hoch und sie feilscht
grundsätzlich nicht, repariert aber auch Geschütze.
Zwar liefert Jassandra sehr gute Arbeit ab, aber auch ihr ergeht es nicht
anders als jedem Handwerker, wenn einmal der Nachschub knapp wird. Holz,
Taue, Segeltuch, Nägel, Teer und alles andere, was zum Bauen und Ausbessern
eines Schiffes benötigt wird, sind bei ihr selten im Überfluss vorhanden. So
kann es der Heldengruppe durchaus einmal passieren, dass sie von Jassandra
abgewiesen werden, weil nicht mehr genügend Planken für ihr Schiff und die
Terdilion-Kogge vorhanden ist, die gerade sturmgeschunden in den Hafen
einläuft - doch kluge Helden sorgen möglicherweise selbst für Nachschub...
Handwerker
Weiterhin gibt es in Nesquiria folgende Handwerker und Dienstleister:
Tavernen und Herbergen
Der "Starke Seegang" ist eine typische Hafenkneipe und vermutlich der Ort,
an dem die Helden die meiste Zeit in Nesquiria verbringen... Zwar ist
Rondrigo der Alanfaner, der Wirt, nie selbst zur See gefahren, doch der
Schankraum ist mit präparierten Fischen, alten Fischernetzen, Tang und
allerlei Seefahrertand geschmückt. Dementprechend riecht es auch darin. Das
Mobiliar ist robust und kann auch eine Keilerei vertragen. Ein Leuchter
hängt unter der hohen Decke und von der Galerie, die zu den (auch
stundenweise vermieteten) Gästezimmern führt, sind schon einige Male
Matrosen herabgefallen - aus welchen Gründen auch immer... Hier gibt es Rum,
Tabak, Glücksspiel, neue Matrosen, alte Veteranen, Seemannsgarn und den
neusesten Cladj und von allem jede Menge. Direkt nebenan ist ein Bordell,
das ebenfalls Rondrigo gehört.
Das Hotel "Zur Krone" ist ein gediegenes Hotel, in dem man auch sehr gut
speisen kann. Die meisten Räume sind auf Dauer vermietet, so etwa an Eibir
Darando und an beide Ardenbrauer-Brüder. Hier wohnen die reichen Händler und
Kapitäne für die Zeit, in der ihr Schiff vor Anker liegt. Livrierte Pagen
zeigen genau die leicht arrogante Höflichkeit, für die das Horasreich so
beliebt ist. Der Leuchtturm
Der Leuchtturm auf der rechten der beiden Klippe, die den Hafen bewachen,
war ursprünglich ein ehrgeiziges Projekt. Doch als die Residenz des
Gouverneurs teurer und teurer wurde, wurden die Mittel fur den Leuchtturm
immer mehr beschnitten, bis das Geld schließlich so knapp war, das man auf
den ersten beiden Steingeschossen nur noch ein instabiles Holzgerüst
aufbaute. Dieses schwankt bei einem Sturm so sehr schwankt, dass sich
niemand außer der Geweihten Delphinia selbst dort hinauf traut, um ein Feuer
zu unterhalten.
Unter Lebensgefahr steigt sie also Abend für Abend die Klippe hinauf, damit
das Leuchtfeuer alle efferdgefälligen Seeleute sicher in den Hafen
Nesquirias geleite. An diesem Zustand wird sich bis auf weiteres auch nichts
ändern, denn obwohl ein Teil der Spenden zur "Erhaltung des Hafens" an den
Grafen abgetreten werden müssen, steckt dieser die Dukaten lieber in seine
Residenz als in einen Aufbau des Leuchtturms. Alle Gesuche Delphinias
diesbezüglich wurden bisher mit der Begründung abgelehnt, der Leuchtturm
erfülle doch seinen Zweck sehr gut und er benötige keine kostspieligen und
unnötigen Verzierungen.
So bleibt zu hoffen, dass Delphinias Gebete zum Launischen auch weiterhin
erhört bleiben und der Leuchtturm die heftigen Stürme und Kaucas des
Südmeers übersteht, denn sollte er einmal einstürzen, ist nicht nur ihr
Leben in Gefahr, sondern auch die der Besatzung des nächsten Schiffes.
Nach dem Überblick über Nesquiria kannst Du jetzt wieder zur Kampagnenbeschreibung oder zum Hintergrundbereich zurückkehren. |
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letztes Update am
01.07.2002 erstellt von Tobias Radloff und Felix Schwarz |